Mit einem gelungenen Festtag feierte die Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara ihr 150-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste aus Nah und Fern waren gekommen, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu begehen und die Verdienste einer Gemeinschaft zu würdigen, die das Leben in Niederlahnstein seit eineinhalb Jahrhunderten mitprägt. Den Auftakt bildete ein feierlicher Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Barbara, den Pfarrer Armin Sturm zelebrierte. Für die festliche musikalische Gestaltung sorgte der Barbarachor. Anschließend waren alle Gäste ins Gemeindehaus eingeladen, wo zahlreiche Gratulanten ihre Glückwünsche überbrachten.
Für Kolping Deutschland sprach Bundesvorstandsmitglied Stefan Kranz, für das Kolpingwerk Limburg gratulierte der stellvertretende Diözesanvorsitzende Hermann-Josef Bode. Die Grüße des Kolpingbezirks Rhein-Lahn übermittelte Bezirksvorsitzender Peter Bertram. Pfarrer Armin Sturm dankte der Kolpingfamilie im Namen der Pfarrei für ihr langjähriges Engagement, während Bürgermeister Johannes Lauer die Glückwünsche der Stadt Lahnstein überbrachte. Auch Rhein-Lahn-Nixe Kristina I. und ihr Begleiter Benjamin Kadenbach sowie der Vorsitzende der Lehner Kirmesgesellschaft gehörten zu den Gratulanten. Weitere Glückwünsche kamen vom Pfarrgemeinderat durch Sabine Hohenbild, vom Ortsausschuss durch Claudia Flach sowie von den im Stadtrat vertretenen Parteien durch Günter Groß (CDU), Judith Ulrich (SPD) und Jutta Niel (Bündnis 90/Die Grünen). Markus Schild gratulierte für die Kolpingfamilie Lahnstein St. Martin, Prof. Dr. Ralf Geis für den Förderkreis Johanniskirche. Unter den Gästen befand sich außerdem der neugewählte Landtagsabgeordnete Andreas Birtel.
Durch das Programm führte Claudia Hümmerich aus dem Leitungsteam der Kolpingfamilie. Ein besonderer Höhepunkt war der kurzweilige Rückblick auf 150 Jahre Vereinsgeschichte im Rahmen einer Talkrunde „Kolping im Gespräch“. Dr. Christian Müller als Moderator hatte hierzu mit Bernhard Kilbinger, der seit über 60 Jahren Mitglied der Kolpingfamilie ist und mehr als zwei Jahrzehnte als stellvertretender Vorsitzender wirkte, Andreas Kratz und Maylin Amann drei Vertreter aus drei Generationen eingeladen. Anhand historischer Bilder und persönlicher Anekdoten berichteten sie von ihren Erfahrungen und Erlebnissen in der Kolpingfamilie – von Vorstandssitzungen und Jahresausflügen über Gedenkveranstaltungen bis hin zu Reisen sowie Einsätzen bei Katholiken- und Kirchentagen. Dabei wurde deutlich, wie lebendig die Gemeinschaft bis heute geblieben ist. Seit ihrer Gründung als Katholischer Gesellenverein im Jahr 1876 begleitet die Kolpingfamilie Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Sie engagierte sich über Jahrzehnte in Kirche und Gesellschaft, organisierte Bildungs- und Freizeitangebote, unterstützte soziale Projekte und prägte das kulturelle Leben in Niederlahnstein. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte sie zu den treibenden Kräften bei der Wiederbelebung der Lehner Kirmes und war stets eng mit der Pfarrei St. Barbara verbunden. Auch in jüngerer Zeit setzte die Kolpingfamilie wichtige Akzente. Unter dem langjährigen Vorsitzenden Ferdi Müller entwickelte sich die Gemeinschaft mit einem vielfältigen Programm aus Vorträgen, Reisen, Konzerten, Betriebsbesichtigungen und sozialen Aktionen zu einer der mitgliederstärksten Kolpingfamilien der Region. Solidaritätsessen, Benefizveranstaltungen und zahlreiche Spendenaktionen zeugen bis heute vom Engagement für Menschen, die Unterstützung benötigen. Das Jubiläum stand daher nicht nur für den Blick zurück auf 150 Jahre gelebte Gemeinschaft, sondern auch für den Blick nach vorn. Unter dem Leitgedanken „Zusammenhalt, Einsatz für andere und Freude am Miteinander“ möchte die Kolpingfamilie auch künftig Orte der Begegnung, des Glaubens und der Solidarität schaffen. Das Jubiläumsjahr 2026 warten noch mit weiteren Veranstaltungen auf, die allen Interessierten offenstehen und zeigen, wofür die Kolpingfamilie seit 150 Jahren steht: Gemeinschaft mit Herz, Hand und Haltung.







