Wie bereits mehrfach berichtet, hat sich die Kolpingfamilie für das Jubiläumsjahr 2026 vorgenommen, seinen Mitgliedern sowie Freundinnen und Freunden jeden Monat eine besondere Veranstaltung anzubieten. Im Mai war nun die Wandergruppe gefordert. Aber kein Problem. Wanderführer Peter Stockhausen hatte eine besonders schöne, interessante aber auch anspruchsvolle Tour ausgesucht, die Königsetappe des „Welterbesteig“ von St. Goar nach Oberwesel , die für ihre vielen markanten Punkte mit herrlichen Ausblicken ins Rheintal und die Umgebung des Welterbes Mittelrhein bekannt ist. Trotz mehrfach schlechter Erfahrungen mit der Bahn hatte man sich entschlossen, es noch einmal mit ihr zu versuchen, was aber im Nachhinein keine gute Entscheidung war. Um unterwegs mehr Zeit für die herrlichen Ausblicke zu haben, aber auch wegen der längeren Anfahrt zum Ausgangspunkt der Tour, ging man sie diesmal früher an, als sonst. Und so brachte am 21. Mai 2026 bei schönstem Wanderwetter die Bahn die 14 Wanderer mit einer guten halben Stunde Verspätung nach St. Goarshausen, wo man schließlich leicht gefrustet die Fähre nach St. Goar zum Ausgangspunkt der Tour erreichte. Von dort startete man als Einstimmung quasi direkt einmal über nicht enden wollende Stufen steil hinauf nach Biebernheim, was sich schon als recht schweißtreibend erwies. Doch oben angekommen war der Frust bald vergessen. Denn an der Schutzhütte am Wackenberg konnte man die ersten traumhaften Blicke ins Rheintal werfen und die wunderbare Aussicht genießen: zur Linken majestätisch Burg Rheinfels, zu Füßen St. Goar mit der Stiftskirche
und auf der anderen Rheinseite St. Goarshausen mit den Burgen „ Katz“ und „Maus“.Weiter dann, den Blick frei ins steilabfallende Gelände zum Rheintal hinab, führte ein schöner und bequemer Wiesenweg zum nächsten Highlight der Tour, dem Aussichtsplatz „Bankeck“ , von wo der Blick genau auf die „Burg Katz“ und die Loreleystatue am Hafenkopf von St. Goarshausen fiel. Durch Wald und Feld dem Weg folgend erreichte man Urbar und den Aussichtspavillon „Maria Ruh“, wo wiederum ein atemberaubender Panoramablick auf die Loreley und das Mittelrheintal die Einzigartigkeit dieser Tour unterstrich.
Hier, unterhalb der Gedenksäule, die den Schöpfern des „Loreley Liedes“ (Clemens Brentano, Heinrich Heine und Friedrich Silcher) gewidmet ist, wurde eine ausgiebige Rast gemacht. Danach ging es weiter durch Weinberge und offenes Wiesengelände, zum „Günderodehaus“, dem Überbleibsel aus der Fernsehreihe „Heimat“ von Edgar Reitz. Hier genoss man den „Premiumausblick“ auf Oberwesel und die Rheinschleife am rechtsrheinischen Rossstein. Spätestens hier war klar: der Aussage eines Wanderers:
„der Blick ins Mittelrheintal mit seiner einmaligen Landschaft aus Burgen und Weinbergen ist nicht nur eine Aussicht, er ist ein Erlebnis“,
ist sicherlich nichts hinzu zu fügen. Da die Zeit ein wenig drängte, verzichtete man auf eine weitere Rast und nahm den Abstieg durch die Weinberge nach Oberwesel zum Ziel der Tour, dem „Weingut mit Gutsausschank Ute & Johannes Hoffmann“. Dort verbrachte man bei Winzerköstlichkeiten und gutem Wein noch ein paar Stunden, bis es gegen 19:30 Uhr mit der Bahn wieder nach Hause ging. Ein Wandertag ging zu Ende. Einer, wie man ihn sich nicht schöner hätte vorstellen können und der dem besonderen Anlass durchaus gerecht wurde.











