Auf dem „ProObst Weg“ rund um Herschwiesen im Hunsrück

Nachdem in der Vergangenheit der Blütenwanderweg in Mülheim-Kärlich alljährlich im Frühjahr ein Muss war, hatte sich die Kolpingwandergruppe für ihre Aprilwanderung 2026 etwas anderes vorgenommen. Etwas mit Blüten sollte es aber sein. So ging es ins wunderschöne Niederkirchspiel auf den sanften Hunsrückhöhen rund um die Ortschaften Herschwiesen, Oppenhausen, Hübingen, Windhausen und Buchholz. Diese Dörfer sind umgeben von malerischen Streuobstwiesen mit faszinierender Tier- und Pflanzenwelt. Um diese Kulturlandschaft zu Pflegen und zu erhalten hat sich extra der Verein „ProObst“ gegründet. Nach ihm ist auch der Blütenwanderweg benannt.
Nachdem man bei verschiedenen Wanderungen in letzter Zeit doch Schwierigkeiten mit dem ÖPNV hatte, wurde diesmal, am 16. April 2026 in Fahrgemeinschaften in Privat-PKWs zum Ausgangspunkt der Tour gefahren. Total entspannt erreichte man bei allerbestem Wanderwetter Herschwiesen im Hunsrück und startete hier zur Blütenwanderung über den Traumpfad Hasenkammer und den ProObst-Weg. Als erstes fielen die blitzsauberen Straßen und Häuser des Dorfes und die bestens gepflegten Vorgärten der Anwesen ins Auge, bevor nach einem kurzen Stück über freies Feld der Weg abwärts ins Brodenbachtal führte.

Danach ging der Weg ein Stück am Bach entlang, ehe wieder ein steiler Aufstieg auf die Hunsrückhöhe erfolgte. Vorbei an blühenden Obstbäumen und großen sattgelben Rapsfeldern ging es weiter, rund um den Ort zum Steinbruch, von dort zum „Eichels“, einem Aussichtspunkt, der einen herrlichen Rundumblick bot. Danach ging es zurück nach Herschwiesen. Hier durfte noch als Highlight des Tages, die barocke Pfarrkirche St. Pankratius, die extra für die Gruppe aufgeschlossen wurde, besucht werden. Sie hat mit ihrem großartigen Ziborium-Altar alle sehr beeindruckt.

Zum Abschluss ging es in die „Tenne“, ein klassisches, uriges Dorfgasthaus in Boppard-Oppenhausen, wo man sich mit gutbürgerlicher Küche verwöhnt ließ. Da die Gruppe  mit eigenen PKWs unterwegs war und daher kein Fahrplan zum Aufbruch drängte, kam auch keine Hektik auf und  man saß ein wenig länger zusammen. Ein Dankeschön denen, die durch ihre Fahrbereitschaft dies ermöglicht hatten.

Altarraum der Pfarrkirche mit dem Ziborium Altar