Fastenessen für Schulkinder in Peru

Am Erntedankfestfand das 51. Solidaritäts- und Fastenessen im Gemeindehaus statt. Wie immer gab es ein einfaches Mittagessen, bestehend aus Pellkartoffeln und Quark. Die Teilnehmer spendeten symbolisch einen Geldbetrag, der für den Anteil steht, den sie für ihr übliches Mittagessen zu Hause erspart haben. Der Reinerlös des Essens in Höhe von rund 450,00 € geht an die beiden Arnsteiner Patres Pater Hermann Wendling (Peru) und Pater Harald Adler (Philippinen) zur Verwendung bei ihren dortigen Projekten. Wenige Tage vor dem Fastenessen hatte Pater Hermann Wendling per E-Mail an den Vorsitzenden der Kolpingfamlie, Ferdi Müller, Grüße gesandt und von seiner Arbeit berichtet: „Nach anderthalb Jahren in der Pfarrei sind wir zur Ansicht gekommen, dass vor allem die Kinder und die älteren Leute Hilfe brauchen. Zu Beginn des Schuljahres im März haben wir mit Spendengeldern für etwa 400 Schulkinder in 10 ein- bis sechsklassigen Primarschulen Schulmaterial gekauft und verteilt. Seit zwei Monaten unterstützen wir einen Speisesaal für Schüler, Lehrer und ältere Leute im Dorf Paccha. Wir haben uns verpflichtet, das Mittagessen für zunächst 30 bedürftige Kinder zu bezahlen. Derzeit sind wir dabei, einen Küchenanbau zu erstellen.“ Zugleich bedankte sich Pater Wendling herzlich für die Unterstützung aus Lahnstein, die einen wichtigen Beitrag für die genannten Vorhaben bilde.

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Pfarrer Wilfried Bandel verstorben

1381752000_mDie Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara trauert um ihr Mitglied, Pfarrer i.R. Wilfried Bandel. Der beliebte Priester verstarb am Montag, dem 14. Oktober 2013, im Alter von 83 Jahren. Wilfried Bandel war von 1984 bis 1995 Pfarrer der Pfarrei St. Barbara in Lahnstein. In seiner Zeit als Pfarrer wurde das Gemeindehaus errichtet und der Kindergarten modernisiert. Bis 1999 war der Seelsorger auch als Präses der geistliche Begleiter der Kolpingfamilie. Er fehlte bei keiner Vorstandssitzung, nahm an zahlreichen Veranstaltungen teil und begleitete die Kolpinger auch bei vielen Reisen ins Ausland. Für seine Verdienste um die Kolpingfamilie wurde er zum Ehrenpräses ernannt. „Wir haben bei Pfarrer Bandel immer gespürt, dass ihm die Mitgliedschaft in der Kolpingfamilie eine Freude und keine lästige Pflicht war, die mit seinem Amt einherging. Für unsere Anliegen hatte er stets ein offenes Ohr. Wir werden stets mit großer Dankbarkeit an ihn denken!“ erklärte Ferdi Müller, der Vorsitzende der Kolpingfamilie. Die Trauerfeier findet am Montag, dem 21. Oktober, um 13.30 Uhr in der St. Barbara Kirche in Niederlahnstein statt, die Beerdigung anschließend, um 14.30 Uhr, auf dem Alten Friedhof.

Gutes Ergebnis bei Kleidersammlung

Ein tolles „Erlebnis mit Ergebnis“ war die Herbst-Kleidersammlung des Jahres 2013 der beiden Lahnsteiner Kolpingfamilien. Nachdem die Lahnsteiner Haushalte in den vergangenen Wochen mit Kleidersäcken und Handzetteln versorgt wurden, fuhren am Sammlungstag fleißige Kolping-Helfer das Stadtgebiet sowie Friedland und Friedrichsegen ab, um die am Straßenrand bereitgestellten Säcke einzusammeln. Von dort aus ging es zur Sammelstelle am Marktplatz. Hier mussten die Kleidersäcke in einen LKW verladen werden. Dank zahlreicher Helfer aus allen Altersstufen waren bereits mittags alle Straßen abgefahren und der LKW gut gefüllt. Insgesamt kamen mehr als acht Tonnen Altkleider zusammen. Diese werden einer fairen Verwertung durch die Kolping-Recycling GmbH zugeführt, die Mitglied im Dachverband FairWertung ist. Der Erlös kommt der Bildungsarbeit des Kolpingwerkes im Diözesanverbind Limburg zugute. Allen Spendern und den Dachdeckerbetrieben Heimbach und Hergenhahn für die Bereitstellung von Sammelfahrzeugen ein herzliches Dankeschön!

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Kolpingfamilie beim Kirchweihfest

1378022400_mAnlässlich der Lehner Kirmes 2013 wurde Sandra Krämer als 34. Rhein-Lahn-Nixe der Stadt Lahnstein gekürt. Als Sandra II. wird sie von nun an ein Jahr die Stadt Lahnstein bei vielen Gelegenheiten würdig vertreten. Nixe und Gefolge besuchte sonntags morgens den Gottesdienst in der Barbarakirche, und erinnerten damit daran, dass die Kirmes eigentlich auf das Kirchweihfest zurückgeht, einer Tradition, wonach seit dem Mittelalter der Kirchweihe eines christlichen Kirchengebäudes gedacht wird. Die Gemeinde zog nach dem feierlichen Hochamt mit musikalischer Begleitung des Fanfarenzuges in einer Prozession ins Weindorf, angeführt von Pfarrer Achim Sturm. Mit zahlreichen Messdienern und Gottesdienstbesuchern folgte auch die Bannerabordnung der Kolpingfamilie der Einladung ins Weindorf zum sonntäglichen Frühschoppen. Kolping-Vorsitzender Ferdi Müller nutzte die Gelegenheit, um Sandra II. im Namen des Verbandes zu gratulieren und ein schönes, erlebnisreiches Amtsjahr zu wünschen.

 

Verlegung weiterer Stolpersteine

1377932400_2Bereits an mehreren Stellen im Gebiet der Stadt Lahnstein wurden „Stolpersteine“ verlegt, mit welchen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden soll. Eingelassen wurden sie im Bürgersteig vor den Häusern, in denen Menschen gelebt haben, die von den Nazis ermordet oder durch Flucht oder Vertreibung zu Tode gekommen sind. Die Verlegung der Stolpersteine in Lahnstein erfolgte auf eine Initiative der Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara und wird unterstützt durch die Stadt Lahnstein. Das Projekt wird durch viele Einzelspender ermöglicht.
Kürzlich kam der Künstler Gunter Demnig nach Lahnstein, um weitere Stolpersteine zu verlegen. Die ersten beiden wurden in den Gehweg vor dem Haus Johannesstraße 3 zum Gedenken an Emil und Julie Mainzer eingebracht. Das Ehepaar betrieb bis 1938 in dem Gebäude eine Metzgerei. Nachdem die Familie auf Druck der „Judenaktion“ Geschäft und Wohnung aufgeben mussten, zogen sie nach Düsseldorf um. Von Düsseldorf wurden das Ehepaar Mainzer Ende 1941 in das Arbeits- und Vernichtungslager Minsk in Weißrussland deportiert und dort zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet. Mit drei neu verlegten Stolpersteinen vor dem Gebäude Johannesstraße 5 wird Paul und Hans Levi sowie Max Wunsch gedacht. Die Eltern der Geschwister Levi unterhielten bis 1930 einen Laden mit Gemischtwaren und Kurzwaren in der Johannesstraße. Paul und Hans Levi wurden im Jahr 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ihre Schwester Emmy Levi heiratete 1922 in Niederlahnstein Max Wunsch. Das Paar wohnte im Haus der Eltern Johannesstraße 5 und emigrierte 1933 nach Enschede/Holland. Max Wunsch wurde später nach Auschwitz deportiert. Als Todesdatum wird der 25. April 1943 genannt. Emmy überlebte und starb 1988 in Gravenhagn/Niederlande. Zudem wurde auf dem Salhofplatz für Anni Dorothea Richter ein Stolperstein verlegt. Sie zog im Mai 1938 von Annaberg-Buchholz nach Oberlahnstein in die Adolfstraße. Im November 1938 emigrierte sie nach Boskoop bei Den Haag/Niederlande. Trotz dieser Flucht vor den Nazis wurde sie 1943 in Holland verhaftet und nach Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde.
1377932400_1Oberbürgermeister Peter Labonte erinnerte daran, dass es nicht darum gehe, über die Stolpersteine tatsächlich zu Stolpern. Er zitierte einen Schüler, der auf die Frage nach dem Namen des Projektes antwortete: „Nein, nein, man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“ Ziel sei es, die Namen der Opfer zurück an die Orte ihres Lebens zu bringen. Der Vorsitzende der Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara, Ferdi Müller, dankte dem Oberbürgermeister und dem Stadtarchivar Bernd Geil für die Unterstützung der Aktion. Er machte deutlich, dass die Initiative nicht den Sinn habe, eine ewige Schuld der Deutschen festzustellen, sondern, das Vergessen daran zu verhindern, wozu Menschen fähig sind, wenn sie fehlgeleitet werden. Peter Auras gab der Veranstaltung mit Gitarre und einem Liedbeitrag einen würdigen Rahmen.
Bei den Spendern, die diesmal die Verlegung der Stolpersteine ermöglichten, handelt es sich um Bernd und Helga Bruchof, Fritz und Maria Felgenheier, Dr. Johannes Kuster, Dr. Joachim und Erika Laun, Wilhelm und Klara Löhr, dem Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen, dem CDU-Stadtverband und dem Schifferverein Lahnstein.

Wen kann man noch wählen?

1377106200_2Der 22. September und damit der Tag der Bundestagswahl rückt immer näher. „Wen kann man noch wählen?“ fragte daher provokativ die Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara und lud Kandidaten des Wahlkreises 200 (Koblenz/Lahnstein) zur Wahl des Bundestages ins Gemeindehaus ein. Die Gelegenheit, um sich selbst und die jeweiligen Ziele vorzustellen, nutzten Dr. Michael Fuchs, MdB (CDU), Prof. Martin Kaschny (FDP), Bettina Lau (Die Linke), Detlef Pilger (SPD) und Josef Winkler, MdB (Die Grünen). Souverän moderiert wurde die Veranstaltung von RLZ-Redaktionsleiter Michael Stoll. Themen waren die Energie- und Wirtschaftspolitik, Mindestlohn, Steuerpolitik, die sozialen Sicherungssysteme und das Gesundheitssystem. Zahlreiche Besucher nutzten die Chance, um sich ein Bild von ihren Wahlkreiskandidaten zu machen, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

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Nordland-Reise

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Das können jetzt auch 43 Mitglieder und Freunde der Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara sagen, die zu einer 16tägigen Skandinavien-Rundreise mit dem Bus unterwegs waren. Die abwechslungsreiche Reise führt über die Hauptstadt Dänemarks, die lieblichen Landschaften Südschwedens nach Stockholm. Entlang der schwedischen Ostküste nach Finnland, der Heimat der Lappen. Es folgten unvergessliche Tage nördlich des Polarkreises und entlang der nordnorwegischen Fjordlandschaft der Lafoten. Auf einem Schiff der Hurtigroute ging es weiter nach Trondheim und Oslo. Nach einer Stadtundfahrt mit Führung am nächsten Vormittag in Oslo, wurde die Reise über die Svinesundbrücke nach Göteburg fortgesetzt, wo nach der Einschiffung die erholsame Fährfahrt mit Übernachtung nach Kiel begann. Nach 7.100 gefahrenen Buskilometern kehrte am frühen Abend eine müde, aber mit vielen neuen Eindrücken versehene Reisegruppe nach Lahnstein wieder zurück. Eine Traumreise war zu Ende.

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Jahresausflug nach Bingen und Rüdesheim

50 Mitglieder und Freunde der Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara führte der diesjährige Jahresausflug nach Bingen und Rüdesheim. Zunächst ging es entlang der linken Rheinseite nach Bingen. Dort bestand Gelegenheit, durch die Stadt zu bummeln und das immer noch sehenswerte Gelände der Landesgartenschau 2008 zu erkunden. Wer genug gesehen hatte, nutze die sommerlichen Temperaturen zu einem Kaffee oder einem Eis in einem der Straßencafés. Im Anschluss stand ein Besuch des Rochusberges mit der bekannten St.-Rochus-Kapelle auf dem Programm. Die Kapelle gehört zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal und ist eine bekannte Wallfahrtskirche des Bistums Mainz. Der schön gelegene Sandsteinbau mit Blick auf den Rhein wird oft und gern als Hochzeitskirche genutzt. Ein kleiner Spaziergang führte zum nahegelegenen Hildegard-Forums der Kreuzschwestern. Die Ordensschwestern fühlen sich ganz der Vermittlung der Botschaften Hildegards von Bingen verpflichtet. Die Kolpinger schlenderten durch den Hildegard-Heilkräutergarten und bewunderten die ca. 80 angepflanzten Heilpflanzen und Bäume, deren Heilwirkung Hildegard in ihrem Buch „Physica“ beschreibt. Vom Rochusberg aus führte der Ausflug über die Rheinfähre nach Rüdesheim. Hier durfte natürlich der Gang durch 144m lange Drosselgasse, mit den zahlreichen in Fachwerkbauweise errichteten Weinhäusern, nicht fehlen. Abgeschlossen wurde der schöne Tag mit einem gemütlichen Beisammensein im Weingut und Gutsausschank „Eibinger Zehnthof“, bevor die Heimreise gut gelaunt und mit neuen Eindrücken angetreten wurde.

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Nachruf Wolfgang Schneiders

1370988000_rAm 12. Juni 2013 ist Wolfgang Schneiders im Alter von 71 Jahren verstorben.
Wolfgang gehörte seit 1.1.1992 unserer KF an. Im März 1996 wurde er in den Vorstand gewählt, dem er bis zum Ende angehörte.
Seit 1999 war er mit Werner Lui für den Bereich Feste/Feiern zuständig, bei größeren Veranstaltungen der KF kümmerte er sich um den Thekenbetrieb.
Seine große Leidenschaft war das Skatspielen. So gehörte er natürlich der Skatgruppe an, ab 1996 unterstützte er mit seiner Frau Herta seinen Sohn Gerald, der die Leitung der Skatgruppe von Ferdi Müller übernommen hatte.
Familie Schneiders organsierte die Skatabende, an jedem Spieltag wurden wertvolle Preise ausgespielt, am letzten Spieltag im Jahr stand der Jahresabschlussskat mit einer kleinen Feier auf dem Programm.
Zuverlässigkeit, Geselligkeit, Glaubwürdigkeit, Geradlinigkeit, das sind einige Eigenschaften, die mir spontan für Wolfgang einfallen.
Seit etwa einem Jahr wusste er von seiner tödlichen Krankheit. Er akzeptierte sie und ertrug sie mit bewundernswerter Geduld und Klarheit. Wir verlieren einen liebenswürdigen Menschen und danken ihm für sein Engagement für die Kolpingfamilie St. Barbara.
Wir werden demnächst in einer Hl. Messe nochmals in besonderer Weise seiner gedenken.