„Eine-Welt-Dinner“ unter dem Motto „Kochen, damit andere satt werden“

An der bundesweiten Aktion des Internationalen Kolpingwerkes beteiligte sich auch die Kolpingfamilie St. Barbara gemeinsam mit dem Kolping-Bezirksverband Rhein-Lahn. Gemeinsam mit der Initiative „Runder Tisch für Flüchtlinge – Willkommen in Lahnstein“ lud man zum „Eine Welt Dinner“ ein. Es herrschte großes Gedränge im Gemeindesaal Sankt Barbara im Stadtteil Niederlahnstein. Gab es 60 Anmeldungen, so waren dann doch über 120 Personen zu den internationalen Gaumenfreuden gekommen. Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Afghanistan, Somalia, dem Iran, aus Syrien, aus Palästina und aus Deutschland bekochten die zahlreich erschienen Gäste von Kolping, aus den Gemeinden und die Helferinnen und Helfer vom „runden Tisch“. Zur Begrüßung sprachen der Kolping-Bezirksvorsitzende Peter Bertram, für den Runden Tisch Harald Pfisterer und die geistliche Leiterin des Bezirksverbandes, Ulrike Schneider. Sie betonte: „Wir wollen einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung leisten. Dieses Eine Welt Dinner verbindet das Einfache mit dem Besonderen: Wir essen lecker, lernen uns beim Essen vielleicht etwas besser kennen, wir lernen über andere Länder etwas und können gleichzeitig mit unserer Spende Gutes tun.“ Der Erlös von 600 Euro geht zu gleichen Teilen an den „Runden Tisch“ und das Internationale Kolpingwerk für die Entwicklungszusammenarbeit. Musikalisch umrahmt wurde die „Lukulik International“ von der Sängerin Odelia Lazar und dem Gitarristen Michael Wienecke aus Niederwallmenach. Odelia sang unter anderem das derzeit in den Charts zu neuen Ehren gekommene Partisanenlied „Bella Ciao“. Zur späteren Stunde schmetterte auch der wohlklingende Tenor Walter Castillo aus Buenos Aires unter anderem „O sole mio“. Der Abend zeigte: Guter Geschmack kennt keine Grenzen und gemeinsames Dinieren geht in allen Sprachen. Schon der Anblick des reichhaltigen, bunten und vielseitigen Buffets mit exotischen Gerichten und teils scharfen Gerüchen weckte den Appetit. „Lecker, lecker“, war immer wieder zu hören beim Schlemmen der Bekochten. So manches Gericht erlebte bei den Gästen eine Premiere, die Geschmackssinne wurden ein aufs andere Mal auf die Probe gestellt. „Seien sie mutig und probieren Sie mal“, der Aufforderung zum Beispiel von Nadiya aus Somalia einmal die afrikanische Küche mit Brei kennenzulernen folgten viele. Die Flüchtlinge erklärten, welche Zutaten sie verwendet hatten und wie die Gerichte hießen. Die „deutsche Küche“ war durch Resi Diefenbach mit Rindsrolladen und Renate Müller mit Königsberger Klopsen aus Rinderhack vertreten. Die Vielfalt aus den Kochtöpfen beim Mitbring-Buffet verband schnell. So lernte man fremde Kulturen besser kennen. Bärbel Scheele und Elvira Baldauf vom „Runden Tisch“ dankten im Namen aller den vielen Köchinnen und Köchen dieser kulinarischen Weltreise. Eine gelungene Veranstaltung am Vorabend zum „Tag der Deutschen Einheit“, die zeigte, dass unsere internationalen Mitbürger in diesem Land und in diesem Kreis eine Bereicherung sind.