Geistliches Wort

Man kann ja viel über das zu Ende gehende Jahr 2013 sagen, langweilig war es nicht: gerade auch nicht für die Kirche.
Die überraschende Ankündigung von Papst Benedikt XVI. am Fastnachtsdienstag, sein Amt noch zu Lebzeiten aufzugeben, setzt Maßstäbe für die Zukunft.
Die überraschende Wahl seines Nachfolgers aus Argentinien und die ersten Monate seines Pontifikates haben auch für Menschen, die nicht zur katholischen Kirche gehören, so manche Überraschung gebracht. Ich finde es vor allem positiv, dass eine neue Offenheit zu spüren ist, eine Atmosphäre, die wieder Mut macht, Dinge anzusprechen und anzupacken.

Gleichzeitig ist die Lage in unserem Bistum für viele Menschen in den Gemeinden durch große Probleme geprägt, deren Folgen heute noch gar nicht abzusehen sind.

All dies zeigt, dass das Leben sich nicht einfach "auf einen Nenner" bringen lässt; das gilt genauso für uns Einzelne, wie für Gruppen und Gesellschaften -
und für die Kirche. Eine Kirche, die fertig ist - theologisch nennt man das "societas perfecta" - hat es nie gegeben, auch wenn manche sich das immer wieder wünschen. Sie bleibt auf dem Weg und ist kein Selbstzweck.

Papst Johannes XXIII. hat sich bei seiner Eröffnungsrede für das Konzil ganz bewusst gegen eine rein negative Sicht der Gegenwart und die Verklärung einer vermeintlich heilen Vergangenheit gewandt. Er nennt solche Pessimisten "Unglückspropheten" und setzt dagegen ein Bild der Hoffnung.

Auch heute gibt es immer genug Gründe zu verzweifeln - und manche wiegen schwer. Aber die Hoffnungszeichen sollten wir auch sehen. Dazu gehört das leben und sich einsetzen in einem kirchlichen Verband. Adolf Kolping war in seiner Zeit kein "Schwarzseher", sondern packte die Probleme mutig und aus dem Geist des Glaubens an. Die Kolpingfamilie St. Barbara gibt heute mit ihrem reichen Programm und dem Engagement der Mitglieder Menschen Halt und Gemeinschaft. Die Verlegung der "Stolpersteine" ist ein Zeichen für die Weltverantwortung und das geschichtliche Bewusstsein der Kolpingfamile. Sie sorgt sich um soziale Anliegen und ist so ein Eckpunkt des kirchlichen Lebens in St. Barbara und auch in der neuen Pfarrei.

Für dieses Wirken im Jahr 2014 Gottes Segen und "Treu Kolping"

Ihr
Pfr. Thomas Barth

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