Kolpinger unterwegs in Israel

12 Tage lang erkundeten 29 Mitglieder und Freunde der Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara das Heilige Land. Von früheren Israel-Reisen begeistert, hatten Dr. Christian Müller und Simone Raab die Rundreise geplant. Nach der Landung in Tel Aviv führte der Weg zunächst an der Mittelmeerküste entlang. Erste Ziele waren Caesarea Maritima mit dem römischen Amphitheater und die Hafenstadt Akko mit der gut erhalten Kreuzfahrerfestung. Durch das obere Galiläa ging es über Nazareth weiter zum See Genezareth. Dort standen die heiligen Stätten rund um den See auf dem Programm. So wurde Kafarnaum besucht, der Wohn- und Wirkungsort Jesu. Von hier aus ging es weiter nach Tabgha, dem Ort der Berufung der ersten Jünger. Am Seeufer wurde gemeinsam mit Pater Ernst Schmitt, der die Gruppe als Seelsorger begleitete, ein Gottesdienst gefeiert. Ein Tagesausflug führte durch das Hule-Tal zu den Jordanquellen. Hier war es die Tier- und Pflanzenwelt, die die Teilnehmer beeindruckte. So konnten in dem Vogelzuggebiet Schwärme von Kranichen und Störchen beobachten werden, aber auch die dort heimischen Pelikane. Der Weg zurück zum See führte über die Golanhöhen, welche immer noch Zankapfel zwischen Israel und Syrien sind. Die späten Nachmittage wurden zu einem erfrischenden Bad im See Genezareth genutzt. Nach fünf ereignisreichen und sonnigen Tagen ging es weiter in Richtung Süden zum Toten Meer. Ein „Bad“ in dem 400m unter dem Meeresspiegel gelegenen Salzsee ist ein Muss einer jeden Israel-Reise. Schwimmbewegungen waren allerdings nicht erforderlich, denn wegen des hohen Salzgehaltes treibt man an der Oberfläche. Während der gesamten Fahrt konnten die Teilnehmer sommerliche Temperaturen genießen, im Nationalpark En Gedi erreichte das Thermometer im Schatten sogar die 38-Grad-Marke. Temperaturen, die auch die Tierwelt träge machen und so konnten die hier frei lebenden Steinböcke aus nächster Nähe beobachtet werden. In der Negev-Wüste besuchte die Gruppe das Grab des Staatsgründers David Ben-Gurion und den Kibbutz, in dem der erste israelische Ministerpräsident seinen Lebensabend verbrachte. Die letzten fünf Tage verbrachten die Teilnehmer schließlich in Jerusalem. Hier waren natürlich der Ölberg, der Garten Gethsemane, die Grabeskirche, der Tempelberg und die Klagemauer Ziel der Gruppe. Es standen aber nicht nur kulturelle und religiöse Aspekte auf dem Programm. Ein Besuch des Parlamentes, der Knesseth, und des Obersten Gerichtshofes des Staates Israel gewährte Einblicke in Gesetzgebung und Rechtssprechung des Landes. Im Rehabilitationszentrum Lifegate in Bethlehem informierte sich die Gruppe über die Arbeit der Ausbildungswerkstatt, die Arbeitsplätze für Menschen mit Körperbehinderungen anbietet. Trotz sommerlicher Temperaturen durften die obligatorischen Weihnachtslieder in der Geburtskirche in Bethlehem natürlich nicht fehlen. An einem Tag setzte sich die Gruppe mit den Ereignissen des Holocaust auseinander, indem sie die Gedenkstätte Yad Vashem besuchte. Der örtliche Reiseleiter, Erich König, verstand es immer wieder den Teilnehmern historische, religiöse und politische Aspekte interessant und unterhaltsam zu vermitteln. Er selbst ist gebürtiger Österreicher und lebt seit 38 Jahren in Israel am See Genezareth. Bei der Abschlussrunde am letzten Tag lobten alle Teilnehmer die Organisation und Durchführung der Reise. Fazit der Gruppe: Israel ist zwar ein kleines Land, aber als Urlaubsland, Badeparadies, kulturelles und religiöses Zentrum so faszinierend und vielfältig wie kaum ein anderes.


Die Gruppe auf dem Ölberg. Akko, die Kreuzfahrerstadt am Mittelmeer. Wasserfall im Banyas Nationalpark. Gottesdienst auf dem Karmelgebirge. Pater Ernst Schmitt. Kirche auf dem Berg Tabor. Blick nach Nazareth. Pater Schmitt macht Werbung. Taufwasser frisch von der Jordanquelle abgefüllt. Wanderung von Massada. Die Gräber Ben-Gurions und seiner Frau. Die Gruppe vor dem Felsendom. Rundfahrt über den See Genezareth.

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