Religiöses Wochenende

Die Zehn Gebote in ganz neuem Licht lernten 40 Teilnehmer/-innen aus den Kolpingfamilien Lahnstein St. Barbara und St. Martin, Braubach, Nievern und Nastätten-Schönau beim religiösen Bezirkswochenende im Kolpinghaus auf der Schönburg, Oberwesel kennen.
Nicht die aus dem Dekalog im Alten Testament bekannten 10 Gebote mit der Aufforderung „Du sollst ….“ nahm der aus Kanada stammende Pallottinerpater Eric Riechers unter die Lupe, sondern 10 Gebote sich alles zum Freund zu machen. Eine ganz andere zeitgemäße Perspektive sich mit Einstellungen, Werten und Tugenden, wie Menschlichkeit, der wahren Demut, Leichtigkeit, Schwächen und Stärken, unserem eigenen Körper oder allen Menschen, die uns lieben, anzufreunden und vertraut zu machen. Der Referent beeindruckte die Teilnehmer/-innen mit vielen persönlichen und lebensnahen Beispielen. „Gottes erster Blick auf uns ist kein Blick kritischer Missbilligung, sondern grenzenloser Bewunderung“, so eine der positiven Formulieren von Pater Eric – und in Ergänzung dieser Feststellung zitierte er Juliana von Norwich: Gott sitzt im Himmel, vollkommen entspannt, mit einem Lächeln, sein Gesichtsausdruck ist eine mitreißende Symphonie. Mit dem Gebot: „Mach dir die Leichtigkeit zum Freund“, wurde darauf hingewiesen, dass wir ständig rationalisieren, Kultiviertheit und Coolness ausstrahlen und uns trotzdem am Ende unglücklich fühlen, weil wir das Spielerische vergessen haben und unsere großzügige Seele vernachlässigen. „So müssten heute die zehn Gebote in die Religionsbücher geschrieben werden, um statt Moral zu predigen, Kinder und Jugendliche zu einer christlichen Lebensweise zu ermutigen.“ resümierte ein Teilnehmer aus der Braubacher Kolpingfamilie bei der Abschlussrunde.
Der gemeinsame Gottesdienst, ein unterhaltsames Bibelquiz, gestaltet von Diakon Peter Fischer sowie Ulrike und Ralf Schneider (Kolpingfamilie Lahnstein St. Martin), die geselligen Abendrunden im Rittersaal, sowie die gute Verpflegung im Haus trugen ergänzend zur guten Atmosphäre bei. Für die teilnehmenden Kinder gab es ein abwechslungsreiches und gleichermaßen spannendes Sonderprogramm, das seinen Höhepunkt am Samstagabend fand, als man auf der Flaggwiese der Burg kleine Himmelskörper mit guten Wünschen in den Nachthimmel steigen ließ. Mit der Altersspanne zwischen 8 und 80 Jahren und der Teilnahme von Familien konnten alle die Kolpingfamilie als generationsübergreifenden Verband erleben. Anerkennung und Dank äußerte der Teilnehmerkreis, gegenüber dem Bezirksvorsitzenden Peter Bertram (Kolpingfamilie Nievern) für seine gewohnt perfekte Organisation.


P. Eric Riechers Peter Fischer

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