Engagiertentreffen in Köln - Der Star war die Mannschaft

„Am Ende unseres dreitägigen Engagiertentreffens fühle ich mich ein wenig wie Franz Beckenbauer nach dem WM Sieg in Rom. Auch ich genieße den Moment des Erfolges unserer Veranstaltung, die wir erstmalig in dieser Form durchgeführt haben“, erklärte Thomas Dörflinger, der Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes Deutschland. Möglich sei dieser Erfolg wie im Fußball nur durch eine geschlossene Teamleistung geworden. „Ihr, die Mitwirkenden und Teilnehmer des Kölner Treffens, habt den entscheidenden Anteil daran: Der Star ist auch bei uns die Mannschaft“. Dörflinger unterstrich wie Bundespräses Alois Schröder die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für das Wirken des Kolpingwerkes in Kirche, Staat und Gesellschaft.
Das Engagiertentreffen „egat2007“, das am Freitag in der Kölner EXPO XXI-Halle startete, fand sein Ende am heutigen Sonntag mit einem Gottesdienst und einer Abschlussveranstaltung. Unter dem Motto "In der Kirche zu Hause – engagiert für die Welt" begegneten sich die ehrenamtlich Engagierten des Kolpingwerkes aus dem gesamten Bundesgebiet. In prominent besetzten Foren diskutierten unter anderem der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium Hermann Kues, Staatsministerin Maria Böhmer, die Nordrhein-Westfälischen Minister Laumann und Laschet und Bundestagsabgeordnete wie Lale Akgün und Karl Schiewerling.
Besonderes Interesse fand das Forum zum interreligiösen Dialog, in dem sich der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Ayyub Axel Köhler begegneten. Köhler sprach sich dabei gegen jede Vereinnahmung des Islam durch Terroristen aus. „Religion darf niemals Beweggrund für einen Krieg sein oder durch Terroristen missbraucht werden.“ Weihbischof Jaschke plädierte im Blick auf die Kontroversen um Moschee-Neubauten für mehr Rücksichtnahme: „Katholiken bauen auch keinen Dom in Mekka.“
Daneben ging es in etwa 70 verschiedenen Workshops und bei den Ausstellungen auf der Verbandsmesse um praktische Tipps für die Kolpingarbeit vor Ort. Hier präsentierten Kolpingsfamilien, die in ihren Pfarrgemeinden die Basis des Verbandes bilden, ihre erfolgreiche Arbeit. „Ich bin mit einem leeren Koffer gekommen und habe einen Koffer voller Ideen mitgenommen“, beschrieb einer der Teilnehmer den Erfolg des Engagiertentreffens. Das war auch da Ziel des egat2007, weiß Thomas Dörflinger: „Das generationenübergreifende Treffen sollte Tankstelle und ein Steinbruch für neue Impulse sein.“
Einer der spirituellen Höhepunkte war, nach der Eröffnungsveranstaltung mit dem Kölner Kardinal Joachim Meisner und Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU), ein Lichterzug durch die Kölner Innenstadt zur Minoritenkirche. Aus der Grabeskirche Adolph Kolpings waren für diesen Abend alle Bänke entfernt worden, um genug Patz für die Gläubigen zu haben, die sich dort zum Gebet versammelten.
Autor : Wu, www.kolping.de


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