Kolpinggedenktag

Vorbild noch heute: Kolping, der Priester und Sozialreformer
Das Gedenken an den Gründer des Kolpingwerkes, Adolph Kolping, stand im Mittelpunkt des Kolpinggedenktages, den die Kolpingfamilie St. Barbara am 5. Dezember 2009 im Gemeindehaus feierte.
Schriftführer Bernhard Kilbinger beleuchtete in einem Kurzvortrag einige Stationen aus dem Leben Kolpings, der von 1813 bis 1865 lebte.
Ein Sozialreformer der ersten Stunde, einer der erfolgreichsten Publizisten des 19. Jahrhunderts und volksnaher Seelsorger- so lässt sich Adolph Kolping kennzeichnen, der auch als „Gesellenvater“ bis in unsere Zeit bekannt ist.
Nach einer Lehre als Schuhmacher und anschließenden Wanderjahren als Geselle entschließt er sich mit 24 Jahren sein bisheriges Leben aufzugeben: er besucht das Gymnasium in Köln und studiert nach dem Abitur Theologie. 1845 empfängt er in der Kölner Minoritenkirche die Priesterweihe.
Mit der Entsendung als Kaplan nach Wuppertal-Elberfeld, dem Zenit damaliger industrieller Entwicklung auf dem Kontinent, ist das Schicksal Kolpings entschieden.
Nirgendwo treffen technische Höchstleistungen in den Betrieben und brutales Elend in den Familien und Arbeiterwohnungen so hart aufeinander wie hier. Hier findet Kolping seine Heimat: bei den Opfern des Fortschritts, den Gesellen. Die Fabriken schnellten aus dem Boden, die Werkstätten machten dicht. Die Gesellen gingen in die Fabriken. Für sie bedeutete Fortschritt Verarmung, Verlust von Rechten, körperliche und seelische Heimatlosigkeit.
Kolping lässt sich von ihrer Not berühren, kümmert sich um sie, will ihnen geistige und seelische Heimat geben. Um dieses zu erreichen, gründet er mit dem Lehrer Breuer die Gesellenvereine. Im Zusammenschluss von Gleichgesinnten will Kolping den Gesellen Hilfestellung leisten. Hier erleben sie Gemeinschaft und Geborgenheit, allgemeine, berufsbezogene und religiöse Bildung.
Bis zu seinem Tod am 4.12.1865 entstehen mehr als 400 Gesellenvereine in Deutschland und vielen Ländern Europas (heute gibt es das Kolpingwerk weltweit in 61 Ländern mit mehr als 5.200 Kolpingfamilien und 450.000 Mitgliedern).
Damit ist Kolping ein Initiator der katholischen Sozialbewegung und Wegbereiter der katholischen Soziallehre.
1991 wird er von Johannes Paul II selig gesprochen.

Im weiteren Verlauf des Kolpinggedenktages nahm der erste Vorsitzende, Ferdi Müller, Ehrungen für Mitglieder vor, die sich in besonderer Weise im vergangenen Jahr für die KF verdient gemacht hatten. Neben Resi Diefenbach, Elfriede Baurhenn und Rita Wolf war dies insbesondere Marie-Luise Nikolai, die wegen ihrer unermüdlichen Hilfsbereitschaft zur „Kolpingerin des Jahres“ ernannt wurde.
Die Kolpingfamilie umfasst Mitglieder aller Altersstufen: so traten in diesem Jahr 4 Mitglieder der KF bei, deren Alter bei dem jüngsten Mitglied bei einem Jahr und den übrigen in den sechzigern liegt.
Zum Schluss stellte Bernhard Kilbinger das Jahresprogramm 2010 vor. Einen besonderen Schwerpunkt bildet das Thema “Sonntag“. In einer Podiumsdiskussion am 10. März 2010 soll mit Vertretern der Kirche, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite dieses sehr aktuelle Thema diskutiert werden.
Ein Höhepunkt wird sicherlich die Israel-Fahrt sein, die vom 10. bis 22. Oktober 2010 stattfindet.
Alle Veranstaltungen der KF werden im Pfarrbrief, in der RLZ und im RLK angekündigt, außerdem ist die KF im Internet unter www.kolping-lahnstein,de zu erreichen.
Die Veranstaltungen sind offen, d.h. jeder interessierte Bürger, jede interessierte Bürgerin ist willkommen, eine Mitgliedschaft ist nicht erforderlich.


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