Auszeichnung für Ferdi Müller

Lahnsteiner Kolping-Vorsitzender erhielt die Verdienstmedaille der Bundesrepublik - Zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten


Bescheiden, freundlich und zurückhaltend, aber voller Tatkraft und Elan - so kennen die Lahnsteiner Ferdinand, genannt „Ferdi“, Müller. Sein jahrzehntelanges Wirken, sein vorbildliches Engagement für die Gemeinschaft, ja für das Land wurde jetzt mit einer hohen Auszeichnung gewürdigt.

LAHNSTEIN/MAINZ. Die vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichte jetzt Innenstaatssekretär Lewentz an Ferdinand („Ferdi“) Müller aus Lahnstein. Im Beisein von Müllers Gattin Renate, Landrat Günter Kern, Oberbürgermeister Peter Labonte sowie Freunden und Angehörigen hob Lewentz das beispielhafte Engagement des Geehrten hervor. „Eine solche Ehrung wird nur Personen zuteil, die sich weit über das übliche Maß hinaus für ihre Mitmenschen und für unsere Gesellschaft engagiert haben“, sagte der Staatssekretär und betonte: „Unsere Gesellschaft ist angewiesen auf die Bereitschaft sehr vieler Menschen, mehr zu tun, als sie unbedingt müssten. Und sie ist angewiesen auf die Bereitschaft vorbildlicher Menschen, die mit gutem Beispiel vorangehen und Tugenden vorleben, ohne die unsere Gesellschaft auf Dauer nicht bestehen könnte. Einen solchen Menschen ehren wir heute! "
Den Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Engagements hat Ferdi Müller im kirchlichen Bereich gesetzt. So war er von 1979 bis 1983 und von 1987 bis 1995 Mitglied im Pfarrgemeinderat St. Barbara und in verschiedenen Ausschüssen tätig. Seit 1990 leitet er die Helfergruppe bei den deutschen Katholikentagen und hat diese von 1990 bis 2004 mit vorbereitet. Seine größte Herausforderung ist jedoch die Lahnsteiner Kolpingfamilie St. Barbara, zu deren Vorsitzenden er 1991 gewählt wurde. Im Rahmen der Öffnung und Modernisierung der Kolpingfamilie ist es ihm gelungen, deren Mitgliederzahl mehr als zu verdoppeln. Besonders das soziale Engagement, die Krankenund Altenbetreuung sowie die Familien- und Jugendarbeit liegen ihm am Herzen. Beispielhaft zu erwähnen sind das Caritas-Baby-Hospital in Bethlehem sowie die Pfarrei Sagrada Familia in Moron/ Argentinien, die mit Spendengeld unterstützt und von dem Geehrten betreut wer
den. Er tritt immer wieder als Ideengeber und Motor des Vereins auf. So steht er bereits in der fünften Wahlperiode der Kolpingfamilie vor und ist in dieser Funktion Garant für die große Präsenz der Kolpingfamilie im Veranstaltungskalender der Stadt Lahnstein. Er selbst sieht nicht das Engagement des Einzelnen, sondern vielmehr die Gemeinschaft und die Vielzahl der Helfer als entscheidend für die Aktivität der Kolpingfamilie an, nach dem Motto: „Wir wollen die Tradition in Ehren halten, dem Modernen aufgeschlossen gegenüberstehen und mit viel Optimismus in die Zukunft schauen",
Daneben engagiert er sich seit 2003 als Präfekt in der Sebastianusbruderschaft Niederlahnstein, Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Gerichtsvollzieher ist er von 1987 bis heute stellvertretender Landesgeschäftsführer des Deutschen Gerichtsvollzieher-Bundes. Als Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied der „Vogelfreunde Rhein-Lahn-Eck" ist er für die Durchführung des seit vielen Jahren beliebten Züchtertreffens und des Vogelmarktes im Gemeindehaus in Lahnstein mitverantwortlich.
Staatssekretär Roger Lewentz überreichte Ferdi Müller die Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens. Unser Bild zeigt in der ersten Reihe von links: Landrat Günther Kern, Ferdi Müller, Renate Müller, Staatssekretär Roger Lewentz und Oberbürgermeister Peter Labonte.
aus: Rhein-Lahn-Zeitung vom 19. Juli 2007; Fotos: Christian Müller


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