Kolpingvorsitzender Ferdi Müller (links) dankt dem Referenten Werner Kratz

Vortrag "Soziale Sicherung in Deutschland"

Zum Thema "Soziale Sicherung" referierte Werner Kratz, der Leiter des Lahnsteiner Sozialamtes, im Rahmen eines Vortrages vor Mitgliedern der Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara. Kratz stellte zunächst die aktuelle Situation vor: Danach beziehen in Lahnstein zur Zeit 340 Haushalte mit rund 700 Personen "laufende Hilfe zum Lebensunterhalt" (Sozialhilfe). Außerdem betreue das Sozialamt knapp 100 Asylbewerber. Rund 200 Mal seien in Lahnstein Sozialhilfeempfänger zu gemeinnützigen Arbeiten herangezogen worden. Dabei wurden über 20.000 Arbeitsstunden entrichtet. Bei Arbeitsverweigerung werde der Sozialhilfeanspruch gekürzt. Durch das Hartz-IV-Gesetz, würden ab dem 01.01.2005 Arbeitslosen- und Sozialhilfe verschmolzen. Ziel der Verschmelzung sei es gewesen, Leistungen aus einer Hand zu gewähren, um die Verwaltung zu verschlanken. Herausgekommen sei aber, dass (weiterhin) zwei Behörden zuständige Träger seien. "Dies stellt aus meiner Sicht weder eine Verbesserung für den zu betreuenden Personenkreis, noch für die Beschäftigten dar," betonte Werner Kratz. Zum Schluß wies der Referent darauf hin, dass die soziale Sicherung - auch bei einer zu erwartenden Reduzierung des Standards - in Deutschland, im Vergleich zu vielen anderen Industrienationen, auf hohem Niveau liege.


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