Besuch des Präses des kanadischen Kolpingwerks

"Stellen sie sich vor, die nächste Kolpingfamilie wäre 1.000 km weit weg!" Was für Kolpinger aus dem Bezirk Rhein-Lahn mit sechs Kolpingfamilien kaum vorstellbar scheint, ist in Kanada Realität. Einen faszinierenden Einblick mit Hintergrundwissen verschaffte Pater Georg Neumann, der Nationalpräses des kanadischen Kolpingwerks, im Rahmen seiner Deutschland-Visite den Zuhörern im Gemeindehaus St. Barbara. Die erfuhren, daß der Kolping-Gedanke erst in den 60ern von Einwanderern in die neue Welt getragen wurde. Kolpingfamilien konnten sich vor allem in den deutschsprachigen Gemeinden entwickeln. Pater Neumann, selbst Pfarrer in Edmonton, wies auf zwei wichtige Funktionen der kanadischen Kolpingfamilien hin. Einerseits seien sie aktive und tragende Gruppen in den Pfarrgemeinden. Andererseits seien sie für viele Mitglieder, die oft keine Verwandten in Kanada hätten, eine Art Familienersatz. Viele Unterschiede zeigten sich auch im Gemeindeleben. Da in Kanada eine strickte Trennung von Kirche und Staat besteht, gibt es keine Kirchensteuer. Die Kirchen müssen ihre Mitarbeiter und ihre Gemeindearbeit nahezu vollständig mit Hilfe der Einnahmen aus der Kollekte finanzieren. Die Spenden der Gemeindemitglieder fallen entsprechend höher aus. Gleichzeitig ist der Kirchenbesuch prozentual nahezu doppelt so hoch wie in Deutschland.


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